Australien
Reisebericht vom 24.10. bis 1.12.2002
9.11.2002 Myall Lakes
Weiter gings Richtung Norden. Kurzer Abstecher zu den Myall Lakes. Kann man sich
meiner Meinung nach sparen. Wir sahen aber immerhin unseren ersten Dingo hier!

Und auch einen Kookaburra aus der Nähe
10.11.2002 Dorrigo NP, Byron Bay
Vormittags fuhren wir zum Dorrigo National Park. Endlich sahen wir das Superb Lyrebird auch aus der Nähe!

Abends fuhren wir weiter bis nach Byron Bay. Sehr windiges Fleckchen Erde, darum viele Surfer hier.
In der Nähe befindet sich auch der östlichste Punkt des australischen Festlandes.
Hier kann man in der Früh sitzen und auf die ersten Sonnenstrahlen Australiens warten.
11.11.2002 Springbrook NP, Noosa Heads
Weiter gings nach Murwillumbah, zum Besucherzentrum. Heute wird 10 Minuten von dort entfernt übrigens
Ich bin ein Star, holt mich hier raus!
von RTL gedreht. Also in einem Gebiet mit gemäßigtem Klima, ohne Regenzeiten, ganz nahe einer 9000 Einwohner-Stadt. Im Ort gibt es
etliche Water Dragons zu sehen, lustige Gesellen die glaub ich auch schon an Dolly Buster bei der Dschungel-Prüfung hochklettern durften

In der Nähe befindet sich der Springbrook NP, nett aber kein Muß. Abends erreichten wir
Noosa Heads, netter kleiner Ort
mit einem kleinen Nationalpark, wo es auch Koalabären zu sehen geben soll. Und tatsächlich, hier sahen
wir unseren einzigen wilden Koalabären der ganzen Reise, wir waren nicht die einzigen. Viele Leute stiefeln hier herum,
und lassen dabei die Blicke durch die Bäume streifen!

Zu unserem Glück gab es bereits von hier aus Ausflüge nach Fraser Island zu buchen. Statt dem Wrack auf Fraser und den Sand-Pinnacles dort
sollten wir ähnliches am Rainbowbeach sehen, über den die Fahrt ging. Dies versprach eine sehr lohnende Tour zu werden.
12.11.2002 Rainbow Beach, Fraser Island
Und das wurde es auch, der Rainbowbeach ist wunderschön, ich kenne die Pinnacles von Fraser Island zwar nur von Bildern,
aber verglichen damit war die Fahrt über den Rainbow Beach ein Traum. Ausserdem waren hier kaum Leute, wir waren praktisch
allein.

Auf Fraser Island war dem dann nicht mehr so. Dorthin gelangt man vom Ende der Rainbowbeach übrigens auf einer kurzen Fährüberfahrt.
13.11.2002 Tin Can Bay, Town of 1770
Heute ging es frühmorgens nach Tin Can Bay, schließlich wollten wir die Delfine, die dort an den Strand kommen sollen nicht versäumen.
In Byron Bay lernten wir jemanden kennen, der uns davon vorgeschwärmt hat, also fuhren wir hin, nur die Delfine waren leider nicht da :-(
Tja, Pech, die Natur ist nunmal kein Zoo.
Also fuhren wir weiter Richtung Norden nach Bundaberg. Auf dem Weg habe ich etwas gesehen, mit dem ich nicht gerechnet hatte.
Eine Herde Wildpferde?! Ganz in der Nähe der Strasse, kein Zaun und vor allem keine Zivilisation (mind. 100 km) weit und breit.
Total abgemagert, dürften in dieser Gegend nicht allzuviel zu fressen finden die armen Tiere!
In Bundaberg angekommen buchten wir gleich unseren Ausflug auf Lady Musgrave Island. Das Riff ist ja ab hier erstmals in Reichweite.
Wir fuhren allerdings nicht von Bundaberg aus, sondern ab Town of 1770. Da die Anfahrt von dort deutlich kürzer ist. Somit erspart man sich
eine Menge Schaukelei und gewinnt auch noch Zeit für diese Trauminsel. Abends haben wir uns noch eine Unterkunft in Town of 1770 gesucht.
Der Strand war ... naja

offensichtlich dürfte das "coral spawning" die nacht zuvor stattgefunden haben. aber es sollte uns hier auch ohne strand nicht langweilig werden.
in der umgebund soll es angeblich eine menge känguruhs geben. also fuhren wir noch ein bisschen rum, und tatsächlich, in einem kleinen naturpark, auf
einer kleinen halbinsel gelegen grasen ein paar von ihnen. Erstaunlich wie nahe sie uns an sich heran ließen.
14.11.2002 Lady Musgrave Island
Nach einer recht anstrengenden Fahrt (gottseidank fuhren wir nicht ab Bundaberg) erreichten wir am Vormittag die Koralleninsel Lady Musgrave Island.
Der erste Eindruck war Paradies!

Vom Boot aus in einiger Entfernung sah ich bereits die erste Schildkröte luftholen, von denen solls hier einige geben. Zunächst sollten wir die Insel besuchen,
wir durften wählen zwischen Schnorcheln und einer Fahrt mit dem Glasbodenboot. Schnorcheln ist natürlich besser, man hat aber später noch eine Menge Gelegenheit
dazu. Die Insel ist sehr interessant, sie besteht aus vielen kleinen Korallenbruchstücken, wie man hier sieht:

Bei einer kurzen Inselführung kann man deutlich die Stellen sehen, an denen die Schildkröten an Land kamen um ihre Eier abzulegen.
Auch viele Vögel brüten auf der Insel. Beim Schnorcheln in der Lagune vom Boot aus gibts dann einiges zu entdecken, auch ein Sepia
ließ sich ganz kurz blicken. Leider konnte ich keine der Schildkröten unter Wasser entdecken. Erst als alle aus dem Wasser waren und das
Schiff ablegen wollte kam eine ans Heck des Bootes. Sie hoffte offensichtlich auf die Überreste des Mittagessens.
15.11.2002 Cape Hillsborough NP
Heute gings weiter Richtung Norden, bis zum Cape Hillsborough National Park. Es war absolut kein Problem eine günstige und schöne Unterkunft
mitten in diesem kleinen Nationalpark zu bekommen. Landschaftlich sehr nett, an einer schönen Bucht gelegen. Man konnte am Horizont bereits die
Whitsunday Islands erkennen. Erstaunlich auch das Werk der Sandkrabben, die nach jeder Flut von neuem ihr Muster in den Sand "zeichnen".
Die versprochenen Känguruhs am Strand gabs jedenfalls nicht zu sehen (steht sogar im Lonely Planet) - dürfte aber wohl nur ein gelungener
Marketing Gag sein! Einige zahme Artgenossen trieben sich aber in der Anlage herum - sehr süß!
16.11.2002 Airlie Beach
Am Nachmittag erreichten wir Airlie Beach, natürlich, wie könnte es anders sein, um einen Ausflug auf die Whitsundays zu buchen.
Den Whitehaven Beach sehen und Schnorcheln, das wollten wir - aber wie? Es gibt für beides 2 Varianten.
Den Strand direkt besuchen oder von einem Aussichtspunkt gegenüber
Schnorcheln an einem Saumriff der Whitsundays oder draussen am Great Barrier Reef
Wir entschieden uns für Aussichtsspunkt und Saumriff, das sollten wir nicht bereuen
17.11.2002 Whitsunday Islands
Sommer in Queensland, das bringt leider Regen mit sich, heute war es erstmals soweit. Für heute beschloss ich auch das Tauchen
auszuprobieren. Es war ein Tauchlehrer mit, der alle fragte ob sie nicht einen Schnuppertauchgang machen möchten. Da war ich gleich
mit von der Partie! Während der Überfahrt hat er uns einiges an Theorie beigebracht und das Gerät erklärt. Doch zunächst gings zum
Aussichtspunkt um einen Blick auf den Whithaven Beach, den angeblich schönsten Strand der Welt, und das Inlet zu erhaschen. Leider
durch das Wetter getrübt, aber trotzdem sehr schön. Fraglich ob man vom Strand direkt auch so einen guten Eindruck bekommt.

Danach hörte der Regen gottseidank auf, den es ging weiter zur Manta Ray Bay, zu meinem ersten Tauchgang. Schon das Schnorcheln zum Strand
hier war absolut beeindruckend. Eine große Schildlkröte schwamm ganz lässig neben mir, und der Korallengarte war der beeindruckendste
den ich auf der ganzen Reise sehen sollte. Das erste mal Tauchen war einfacher als ich dachte. Und es war überwältigend schön!
In ein paar Metern Tiefe waren schon Sachen zu entdecken, mit denen ich auf der Oberfläche beim Schnorcheln nicht gerechnet hatte,
beispielsweise waren unter den Tischkorallen große Zackenbarsche! Jedenfalls hab ich hier beschlossen meine Tauchausbildung im darauffolgenden Jahr
zu machen, damit das nicht mein letzter Tauchgang bleibt. Eine Entscheidung die ich nicht bereuen sollte!!!
Folgende Literatur habe ich zur Vorbereitung benutzt
Der Klassiker ist natürlich der Reiseführer von Lonely-Planet. Ist natürlich
nur auf Englisch erhältlich, aber mit dieser Sprache sollte man sowieso nicht
auf Kriegsfuß stehen wenn man Australien besuchen möchte

Der Australien Reiseführer aus der Reihe Reise-Know-How ist sehr gut. Hat
gegenüber dem Lonely-Planet natürlich den Vorteil, dass er auf deutsch ist.
Da ich beide hatte kann ich sogar behaupten, dass er teilweise besser ist als
der LP

Sehr empfehlenswert ist auch noch der "Watching-Wildlife" Guide von Lonely Planet.
Viele der Tips hab ich persönlich erfolgreich ausprobiert, und kann dieses Buch
nur wärmstens empfehlen!

Für Fragen zu diesem Reisebericht hier meine Emailadresse