Australien
Reisebericht vom 24.10. bis 1.12.2002
2.11.2002
Am Vormittag holten wir dann das vorausgebuchte Mietauto ab, am 28.11. sollten
wir es dann in Cairns wieder zurückgeben.
Erste Herausforderung: Im Melbourner Linksverkehr sich zurechtfinden. Es klappte
besser als erwartet. Am ersten Tag muß man sich aber schon sehr zwingen auf die
linke Seite zu fahren. Wir fuhren Richtung Wilsons Promontory NP. Da zur Zeit
ein grosses Pferderennen in Melbourne war versuchte anscheinend jeder dem zu
entkommen, alle Unterkünfte im NP waren ausgebucht, auch die am Rande des NP.
Es blieb uns nix anderes übrig, als uns in Foster, beinahe 100 km vom Eingang
zum NP entfernt einzuquartieren.
3.11.2002 Wilsons Promontory NP
Heute war es dann endlich soweit, wir verbrachten den ganzen Tag im Wilsons
Promontory NP, einem weiteren Highlight der Reise. Im
Lonely Planet Watching Wildlife
wird der Park beschrieben mit "If you are looking for Wildlife, that is the place to go!"
Und dem war tatsächlich so! Praktisch die gesamte australische Tierwelt ist hier vertreten, bis
auf Koalas. Gleich nachdem wir durch den Eingang gefahren sind, um die erste Kurve: Ein Emu auf
der Strasse. Außer in diesem Park hab ich während der ganzen Reise kein einziges wildes Emu gesehen.
Aber hier? Etliche! Es hat sich sofort in den Wald verkrümelt, wir blieben natürlich stehen, stiegen aus
um es zu fotografieren.

Ich hatte Angst es zu erschrecken, und ging darum ganz behutsam auf das Emu zu. Plötzlich bermerkt es meine
Anwesenheit ... und? Spaziert direkt auf mich zu. Ups, schnell ins Auto und weiterfahren!
Ist ja doch so groß wie ich das Ding und hat dabei aber einen noch grösseren Schnabel.
Auch Kanguruhs waren Vertreten in diesem Park, man mußte nie lang spazieren gehen um eines zu entdecken,
das einen ängstlich beäugt.
Sehr schön auch der Spaziergang von Tidal River aus über den Whale-Rock, hier die Aussicht von oben

Ein etwas längerer Spaziergang führt zum Lilly-Pilly-Gully Regenwald

Aber eines fehlte uns noch, was im
Lonely Planet Watching Wildlife
für diesen NP noch versprochen war. Ein Wombat! Eine ganz wichtige Lektion gibts hier zu lernen: Die meisten
Tiere, vor allem auch Kanguruhs werden erst am Abend aktiv, und sind am besten abends und frühmorgens zu
beobachten. Das bedeutet auch, dass man zu dieser Zeit am meisten aufpassen muß, um nicht über eines der
Viecher drüberzufahren. Jedenfalls als wir Abends wieder Richtung Parkausgang fuhren - etliche Wombats neben
der Strecke, recht feige Zeitgenossen, daher kein besseres Foto als dieses:

4.11.2002 Ben Boyd NP
Fahrt nach Eden an der Ostküste, am Abend buchen wir für den nächsten Tag einen Whale Watching Trip mit
Cat Balou
Etwas Zeit war noch um etwas im Ben Boyd NP spazieren zu gehen. Eine sehr farbenfrohe Küstenlandschaft wie man hier sieht.

Von der Küste aus konnte ich auch die ersten Wale sehen, eine Buckwalmutter mit Kalb.
Man muß aber schon sehr genau schauen. Der Blas der Wale ist aber auch auf größere Distanzen
gut zu erkennen
5.11.2002 Whale Watching und Montague Island
Was wir an diesem Tag auf Cat Balou zu sehen bekamen läßt sich auf dieser
Site
nachlesen. Und hier der Beweis dass tatsächlich ein Wal direkt vor dem Boot gesprungen ist.

Zum Mittag fuhren wir mit Vollgas nach Narooma um dort für den Nachmittag einen Ausflug
nach Montague Island zu buchen. Auf der Bootsfahrt begegnete uns wieder ein Buckelwal,
dem wir für eine Weile folgten. Montague Island ist ein sehr empfehlenswerter Ausflug, irrsinnig
putzig den verspielten Seehunden zuzusehen. Wie sie beispielsweise ihren halben Körper aus dem Wasser
strecken, um ihre Körpertemperatur zu regulieren.

Auf der Insel selbst brüten hunderte von Möwen, die teilweise ganz schön frech werden können

Nach Einbruch der Dunkelheit kommen dann die Zwergpinguine. Ein süßes Schauspiel wie
sich die 30 cm kleinen Viecher die Küste hochquälen. Wie sie vor jeder Hürde die sie
überwinden zusammenwarten. Erst wenn sie sich als Gruppe groß genug fühlen stapfen
sie weiter vorwärts. Da wir keinen Blitz verwenden durften gibts leider keine guten Fotos.
Mit Digitalkamera ist es aber möglich sie schemenhaft ins Bild zu bringen

6.11.2002 Jervis Bay, Boderee NP
Heute war ein Abstecher in die Jervis Bay und zum Boderee National Park angesagt.
Der Sand in der Jervis-Bay ist ja angeblich der weißeste der Welt.

Der Boderee NP ist nicht weit von hier entfernt. Hier begegneten wir einem Echidna.
Witzig wie das Tier im Sand nach Ameisen stocherte. Kamen wir im zu nahe hat er sich
auf den Boden gelegt, kurz gewartet, um dann weiterzufressen.

Auf dem Rückweg begegneten uns noch 2 Känguruhs auf der Strasse. Unter Tags muß
man sich kaum Gedanken um sie machen, aber frühmorgens und abends muß man die
"Achtung Känguruh"-Schilder absolut ernst nehmen

7.11.2002 Royal NP
Heute gings mit kurzem Stop für einen Spaziergang im Royal Np nach Sydney.
Laut Lonely Planet Watching Wildlife
soll es hier ja das Superb Lyrebird zu sehen geben an einer bestimmten Stelle. Dem war auch tatsächlich so!
Einige Meter entfernt, zu weit weg für ein gutes Foto, waren 2 zu sehen. Der pfauenartige Schweif ist unverkennbar.
Es sollte aber noch ein NP kommen, wo wir noch näher an sie herankamen.
Abends fuhren wir weiter nach Sydney, etwas unübersichtlicher als Melbourne, aber wir haben reingefunden. War nicht
ganz leicht hier ein Zimmer aufzutreiben, aber es ist uns geglückt, direkt in Kings Cross.
8.11.2002 Sydney
Den ganzen Tag verbrachten wir in Sydney. Was man unbedingt machen sollte ist eine Hafenrundfahrt, sehr schön!
Bridgeclimb habe ich nicht probiert, da es ohnehin einen Aussichtsturm gibt glaube ich, dass das kein Muß ist. Außerdem darf
man keine Kameras mitnehmen, wär also Schade!

Apropos Kamera: Was in Melbourne kein Problem war, wurde in Sydney zu einer Odyssee. Da der Chip meiner Digitalkamera
voll war wollte ich mir irgendwo eine CD brennen lassen. Ich mußte in Zig Fotogeschäften fragen bis ich eines fand, das
das gemacht hat.
Folgende Literatur habe ich zur Vorbereitung benutzt
Der Klassiker ist natürlich der Reiseführer von Lonely-Planet. Ist natürlich
nur auf Englisch erhältlich, aber mit dieser Sprache sollte man sowieso nicht
auf Kriegsfuß stehen wenn man Australien besuchen möchte

Der Australien Reiseführer aus der Reihe Reise-Know-How ist sehr gut. Hat
gegenüber dem Lonely-Planet natürlich den Vorteil, dass er auf deutsch ist.
Da ich beide hatte kann ich sogar behaupten, dass er teilweise besser ist als
der LP

Sehr empfehlenswert ist auch noch der "Watching-Wildlife" Guide von Lonely Planet.
Viele der Tips hab ich persönlich erfolgreich ausprobiert, und kann dieses Buch
nur wärmstens empfehlen!

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